be basic,  Gute Arbeit

Wo die Liebe hinfällt

»Wo die Liebe hinfällt« denke ich oft, wenn ich Paare sehe, die offensichtlich keine Standard-Beziehung führen. Bin ich dann im Job-Alltag widrigen Umständen ausgesetzt, frage ich mich: Was meinst du, lieber Job, sind wir zu verschieden, du und ich? Muss ich dich trotzdem lieben? Auch dann, wenn du mich nicht zurück liebst? Was, wenn du stattdessen rabiat zu mir bist und mein Selbstwertgefühl auf wackeligen Beinen um Beistand bittet?

Hinhören! denke ich. Und sich die Liebe in solchen Phasen einfach woanders holen. Und dran denken, dass es viele Menschen gibt, denen es ähnlich geht. Und darauf vertrauen, dass es großartige Menschen gibt, die Antworten geben, wie zum Beispiel der Hirnforscher Gerald Hüther:

Arbeit soll Freude machen

Das gelte auch für die Wirtschaft. „Auch hier müssen wir Formen des Zusammenwirkens finden, die sich von den alten autoritären hierarchischen Herrschaftsstrukturen, aus denen das abgeleitet ist, entfernen“, fordert Hüther. Man solle Arbeit zum Beispiel so organisieren, dass sie Freude macht.

Als Hirnforscher muss ich sagen: Dass wir für Geld arbeiten war die dümmste Idee, die wir in unserer Menschheitsgeschichte entwickeln konnten. – Gerald Hüther –

Andere Menschen nicht benutzen

Hüther kämpft auch für eine andere Schule und Erziehung, hat aber stets das Große und Ganze im Blick. Als eine Herangehensweise für ein gutes Zusammenleben von Menschen, müssten sie aufhören, den anderen zu benutzen und immer zu fragen: „Was hab ich davon?“ Stattdessen könnten sie ein würdevolles Leben führen.

Würde ist das Gefühl, dass man Bedeutung besitzt, ohne dass man bedeutsam sein muss und dem anderen beweisen, was man alles kann. – Gerald Hüther –

Viele Ausnahmen werden die Regel

Ich kann mich also herrlich zurücklehnen und einfach zustimmen: Ja, lieber Herr Hüther, genauso ist es, danke für Ihre Botschaften zu guter Arbeit. Sie sind eine Ausnahme, ich weiß. Aber irgendwann bilden ganz viele Ausnahmen die Regel, oder?

Das ganze Interview mit Gerald Hüther

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