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sanderbasics

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Wenn ich mit Erich Fromm zusammen am Kaffeetisch säße, würde ich ihn als allererstes fragen, warum er seine dritte Frau nur neun Monate nach dem plötzlichen Tod seiner zweiten geheiratet hat. Worauf er wahrscheinlich seine Augenbrauen nach oben ziehend auf seine Privatsphäre verweisen würde. Was mich dazu veranlassen würde, in dieser Richtung vorerst meine Klappe zu halten. Muss er ja wissen. „Eigentlich interessiert mich auch etwas ganz anderes, Herr Fromm“, sage ich, „mich interessiert am allermeisten: Was ist Ihre Antwort auf Ihre eigene zu Lebzeiten gestellte Frage?“

Wer bin ich, wenn ich das alles nicht mehr habe, wenn es mir genommen wird?

Ich sehe ihn mit großen Augen an und setze ein besserwisserisches Grinsen auf, überzeugt, darauf weiß er niemals eine Antwort. Er lächelt und sagt mit einer unglaublichen Gemütsruhe:

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Bild Rock sanderbasics

Rockfrage: Mit oder ohne?

by sanderbasics

Heute ich bei der Schnittstelle. Ich gebe meinen ersten Rockschnitt auf Plotter in Auftrag. Herrlich. Und die supersympathische Schnittfrau fragt: „Also ohne Schlitz?“ Ich: „Äh, ja! ODER? Was meinen Sie?“ Sie: „Hm, für die Beweglichkeit ist ein Schlitz gut, aber eigentlich ist der Schnitt ja nicht supereng und es gibt genug Laufweite.“ Ich: „Ja, aber jetzt wo sie es sagen…, auf dem Rad ist es manchmal schon sehr knapp. Da wünsche ich oft dann doch einen Tick mehr Bewegungsfreiheit .“ Sie: „Ja, dafür wärs gut.“ Ich in Gedanken: „Och Mensch, wenn jetzt Britti hier wäre, die wüsste, was zu tun ist.“ Hin und her und her und hin. Ich: „Okay, ich denke drüber nach und melde mich, falls doch mit Schlitz.“ Und nun sitze ich hier und frage mich: Mit oder ohne Schlitz???

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Bild Wer bin ich ohne alles?

Klar, das Leben ist eine Baustelle oft. Der Blick über den Tellerrand fühlt sich an wie eine Großraum-Safari. Wo will ich hin? Wer bin ich? Bin ich besonders?

Wie war der Spruch, der mich vor kurzem so beeindruckt hat? Mach dich selbst glücklich, dann ist wenigstens einer glücklich. Haha, dann fange ich also gleich damit an.

Was macht mich glücklich?

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Rock und Hemd bei sanderbasics

In Studentenzeiten waren sie so unwichtig wie ein weiß gebügeltes Hemd: Möbel. Okay, direkt auf dem Boden schlafen, das hielt damals sogar selbst ernannter Purist Michael Stipe nicht aus. Also eine schlichte Federkern-Matratze dazwischen, möglichst geschenkt. Ja, so war das damals.

Wir haben es geschafft!

Umso befremdlicher empfand ich später Situationen, in denen ehemals Gleichgesinnte mir in ihrer Wohnung plötzlich mit stolz geschwellter Brust

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Kaffee mit Rock

Was ist für ein Gefühl rote Fingernägel zu tragen? Aufregend, unabhängig und weiblich! So der Grundgedanke, aus dem so oft der Plan entstand, nun endlich auch eine von IHNEN zu sein. Selbstbewusst, fraulich mit ROT-lackierten Fingernägeln. Und dann immer dasselbe Spiel. Ewig auf den letzten Metern eingeknickt und den bereits eingetauchten Pinsel mit roter Farbe kurzerhand entschlossen wieder auf die Flasche geschraubt. Jedes mal den Kopf geschüttelt über so viel Realitätsferne. Jedes mal das unausgesprochene Eingeständnis: Nein, das bin ich doch gar nicht.

Farbwechsel mit Folgen

Dieses Mal aber eine entscheidende Veränderung.

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Satt in 15 Minuten

by sanderbasics

Kennen wir alle. Total fix und fertig vom Tagewerk nach Hause schleppen und nur noch einen einzigen Gedanken im Kopf: ESSEN! Möglichst sofort und möglichst gesund. Wenn wir es also an der dritten Pommesbude vorbei geschafft haben ohne schwach zu werden und dann endlich mit letzter Kraft die Tür aufschließen, muss es schnell gehen. So auch bei mir. Und weil ich ja ein basic-kind bin, habe ich für diese Fälle einige Rezepte, die genauso schnell fertig sind, wie eine Pizza im Ofen. Hier eins davon.

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Sanderbasics-heimatgefuehl

Menschen, die früh in die Großstadt gezogen sind und aus einer Kleinstadt kommen, kennen das Gefühl. Eine leise Sehnsucht nach der überschaubaren Heimat. Nach frischem Apfelkuchen vom Bäcker an der Ecke. Es kommt meistens unvorbereitet und trifft einen überraschend.

Im Großstadtdschungel überleben

Vor allem ist man irritiert, weil doch das Leben in der Großstadt seine vielen Vorteile hat. Der Cafe Latte im Lieblingscafe um die Ecke. Der Drink in der Bar, wann immer ich möchte (auch nachts um 3, wo man in seiner Heimat noch nicht mal eine offene Tankstelle finden würde). Und um all diese Großstadtaktivitäten herum immer ein Haufen interessanter großstätischer Menschen. Open minded und ganz sicher total unangepasst.

Die Heimat ruft

Wo einem nun also täglich diese lässige Großstadtarroganz um die Nase weht – was für einen Grund gäbe es da, sich nach seiner alten Heimatstadt zu sehnen?

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